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"Vull Pläsier“ beim plattdeutschen Tag - Vertraute Klänge im Haus St. Franziskus / Bendine Ziepelding schwadronierte munter drauflos

Plattdeutsch war in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft St. Franziskus angesagt, ansonsten ging ein Obolus in die Spardose. Foto: Maria Kohrmann-Umfeld

Merzen „Wi kürt Platt! Du ock?“ So lautete das Motto des plattdeutschen Tages in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft St. Franziskus, den die Pflegedienstleitung Brigitte Mathlage gemeinsam mit den Mitarbeitern für alle Bewohner, für die Besucher der Tagespflege und auch für Gäste veranstalteten.

„Wie wüllt den ganzen Dag platt küern!“ hieß es in der Einladung. Wer sich nicht daran hielt, musste einen kleinen Straf-Obolus in eine Spardose stecken. Die meist älteren Menschen hatten sich schon lange auf diesen Tag gefreut und plauderten munter in der ihnen so vertrauten plattdeutschen Sprache. Auch die Mitarbeiterinnen gaben ihr Bestes, wenn auch hin und wieder hochdeutsche Töne zu hören waren.

Am Nachmittag trafen sich alle im Gemeinschaftsraum zum gemeinsamen Kaffeetrinken, an dem auch Pastor Detlef Perk teilnahm. Es stellte sich heraus, dass auch er der plattdeutschen Sprache mächtig ist. So hatten sie alle „vull Pläsier“.

Begleitet von Veeh-Harfe

Natürlich wurden auch plattdeutsche Lieder gesungen. „Nao Plattdütsch steiht us hier de Sinn, kaomet aal tohop“ sangen sie, begleitet von Heide Raskob auf der Veeh-Harfe, ein ungewöhnliches Zupfinstrument.

Kaum war das Kaffeetrinken beendet, erschien Bendine Ziepelding in ihrem apfelgrünen Kostüm mit dekorativem Fuchspelz und schwadronierte munter drauflos. Sie lud Pastor Perk auf ihren Hof in Lütkebümmel ein, um hier Trauung, Taufe und Erstkommunion gleich in einem Abwasch vorzunehmen. Als Gegenleistung stellte sie Vollverpflegung und eine „Zigarre von unserm Opa“ in Aussicht. Sie konnte einiges erzählen aus ihrem arbeitsreichen Leben als Bäuerin, was manchem Zuhörer Lachtränen in die Augen trieb.

Mit einem Gläschen Sekt ließen die Gäste dann den plattdeutschen Tag ausklingen. pm

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.e-pages.dk/neueosnabruckerzeitung/3748/

 

9. Oktober 2018, 10:14 Uhr