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Neuenkirchen setzt bei Straßenbeleuchtung auf LED - Stromersparnis von 86 Prozent

Ihr Klimaschutzprojekt hat die Gemeinde Neuenkirchen umgesetzt und die Pilzleuchten mit den charakteristischen Milchglaskuppeln durch neue LED-Technik ersetzt. Reinhold Ricke freut sich darüber mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Silke Ruwe. Foto: Josef Pohl

Neuenkirchen. Die Pilzköpfe haben in der Gemeinde Neuenkirchen bei der Straßenbeleuchtung ausgedient. Die Gemeinde hat die auf LED-Technik umgerüstet, was auf Dauer erhebliche Einsparungen bei den Stromkosten bedeutet, zugleich aber auch deutlich weniger CO2.

Wie Bauamtsleiter Reinhold Ricke bei einem Ortstermin am Brunnenplatz zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Silke Ruwe erläuterte, wurde gemeinsam mit der Westnetz-AG der Bestand in Sachen Straßenbeleuchtung analysiert und ein Sanierungskonzept erarbeitet. Neben Energieeinsparung stand dabei auch die Standardisierung der Materialien im Vordergrund. Heraus kam dabei der Vorschlag, auf LED-Technik zu setzen.

Moderne Lichttechnik

Dabei wurden Leuchten mit geringen Lichtpunkthöhen durch technische Leuchten mit LED-Lichttechnik mit entsprechender Lichtlenkung (Reflektoren oder Linsentechnik) ersetzt. Bei den auszuwechselnden Leuchten handelte es sich, so der Bauamtsleiter, um „Aufsatz-Pilzleuchten mit kleinem Koffer“, die auf Lichtmasten in Höhe von vier bis sechs Metern montiert waren. Die Lichttechnik hochwertiger Glockenleuchten machte für aktuellste LED-Lichttechnik des Herstellers Platz. Die Anschlussleitungen der Leuchten sowie die Sicherungskästen wurden ebenfalls erneuert.

Zweiter Abschnitt

Nachdem bereits im vergangenen Jahr ein Austausch für große Teil der Straßenbeleuchtung an den Hauptverkehrsstraßen und in den Baugebieten erfolgt war, gab es für 2018 noch einmal für die restlichen Lampen einen Zuschuss vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz über den Projektträger Jülich. Parkplatz Kirche, Brunnenplatz/Kitzero-straße, Fußweg Schulten Wiese, Fußweg Tennisplätze Im Hülsen, Hülskamp/Zum Farwig, Auf dem Harenkamp, Bramscher Straße, Vinter Straße sowie Voltlager Straße/Jivitsweg und Bur/ Lintern standen auf dem Arbeitsplan für das beauftragte Neuenkirchener Unternehmen, das in den vergangenen Monaten insgesamt 58 Lichtpunkte sanierte.

„Damit ist die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Neuenkirchen komplett auf LED-Beleuchtung umgestellt“, freut sich Silke Ruwe. An mancher Straßenlaterne ist übrigens eine Informationstafel angebracht, auf der nachzulesen, dass der Abbau der alten „Stromfresser“ mit einem finanziellen Zuschuss verbunden war. Eine Vorgabe der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, das den Projektträger Jülich mit der Umsetzung des Programms beauftragte.

25 Prozent Zuschuss

Die Gesamtausgaben belaufen sich, so die Verwaltung, für 2018 auf 30744 Euro. Die Fördersumme beträgt 7686 Euro, gleich 25 Prozent. Die jährliche Stromeinsparung beträgt 21800 kWh, das ist eine durchschnittliche Einsparung von 86 Prozent. Hinzu kommt die deutliche längere Lebensdauer der Leuchtmittel.

Alle Leuchten besitzen nach Rickes Angaben die Möglichkeit zur Leistungsreduzierung über das Schalten der Steuerphase, um in verkehrsarmen Zeiten das Beleuchtungsniveau abzusenken. Dies gewährleiste der Netzbetreiber.

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt

26. Oktober 2018, 09:01 Uhr