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50 Jahre für Frieden und Freiheit - Jubiläum der Reservistenkameradschaft Merzen

Redner, Gäste und Vorstand (von links):Josef Sall, Edwin Anders, Günter Pöttker, Sven Eckelmann, Arne Fuhrmann, Richard Kormann, Jürgen Loth, Dieter Reuter und Wilhelm Pliet.

bdr Merzen. In der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Reservistenkameradschaft (RK) Merzen in der Schützenhalle des Schützenvereins Ost- und Westeroden würdigten die Redner langjährige Verbandsarbeit in der Gemeinde Merzen und in der Samtgemeinde Neuenkirchen sowie den freiwilligen Einsatz der Reservisten der Bundeswehr würdigen.

 

Die Gründungsversammlung der RK Merzen ist auf die dritte Maiwoche 1966 datiert und erfolgte auf Initiative ehemaliger Soldaten der Bundeswehr aus Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Aus organisatorischen Gründen wurde die Jubiläumsfeier nun etwas verspätet nachgeholt.

Ehrenurkunde für Schützenverein

In seinen Begrüßungsworten bedankte sich der Vorsitzende, Feldwebel d. R. Richard Kormann, besonders bei seinen langjährigen Vorstandskameraden, dem stellvertretenden Vorsitzenden Oberstleutnant d. R. Günter Pöttker, Schriftführer Gefreiter d. R. Rudolf Anders und Kassenwart Unteroffizier d. R. Edwin Anders, die im Januar 2018 allesamt wiedergewählt wurden.

Dank und Anerkennung sprach er dem Vorstand der RK Merzen für die langjährige Durchführung der Schießwettbewerbe auf Kreisebene aus. Herausragend war auch die Teilnahme an regionalen und überregionalen militärischen Schießwettkämpfen, an denen man aus Altersgründen leider nicht mehr teilnehmen könne. In diesem Zusammenhang sei auch die gedeihliche Zusammenarbeit und langjährige Verbindung mit dem Schützenverein Ost- und Westeroden e.V. und dem Schießstand Lammers hervorzuheben. Er überreichte dem Vertreter des Schützenvereins, Dieter Reuter, eine Erinnerungsurkunde, die dieser mit den besten Wünschen für eine weitere gute Zusammenarbeit entgegennahm.

Schröder: Frieden erhalten

Der Merzener Bürgermeister Gregor Schröder überbrachte auch im Namen der Samtgemeinde die Glückwünsche zu diesem Jubiläum der RK Merzen mit einem „flachen“ Geschenk und mahnte an, den Frieden, in dem wir gottlob seit über 70 Jahren leben, zu erhalten. Und vor 100 Jahren ging der erste Weltkrieg zu Ende, in dem viele junge Menschen für das Vaterland ihr Leben ließen. Die Erinnerung daran wird durch die RK wachgehalten. Zur Bewahrung des Friedens müsse man aber immer bereit sein, miteinander zu reden.

 
 

Für den Kreisvorstand der Kreisgruppe Osnabrück überbrachte Oberfeldwebel d. R. Wilhelm Pliet die besten Wünsche. Er führte vor Augen, wie zerbrechlich Frieden, Stabilität und womöglich auch Demokratie sind, durch Terror, Krisen und politische Umwälzungen in Europa. Als Reservistinnen und Reservisten verstehen man sich als wichtige Säule in der Sicherheitsarchitektur Deutschlands. Seit 1960 steht der Reservistenverband loyal an der Seite der Bundeswehr. Rund 115.000 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich als Mittler für die Belange der Streitkräfte in der Gesellschaft. Deshalb fordert der Reservistenverband die Stärkung des Ehrenamtes, und versteht sich als ein Bindeglied zwischen Truppe und Bevölkerung. Denn: Wir sind die Reserve! Dann übergab Wilhelm Pliet dem Vorsitzenden der RK Merzen zum Jubiläum eine Urkunde und ihm persönlich eine weitere Urkunde für 50 Jahre Vorstandsarbeit.

Jugendoffizier Festredner

Den Festvortrag zum Thema „Herausforderungen für die Deutsche Sicherheitspolitik“ hielt dann Jugendoffizier Hauptmann Arne Fuhrmann aus Meppen. „Die Einsatzbereitschaft der NATO und damit ihrer Mitgliedsländer ist auf einem nicht hinnehmbaren Niveau und erzeugt lediglich ein Mindestmaß an Abschreckung in Zentraleuropa.“ Mit diesem Zitat von General Lyman L. Lemnitzer aus dem Jahre 1966, dessen Inhalt bis heute noch an Bedeutsamkeit zugenommen hat, begann er seinen Vortrag. Denn es gibt durchaus Probleme, doch diese Probleme wurden erkannt. Ob transnationaler Terrorismus, zwischenstaatliche Konflikte, fragile Staatlichkeit, Klimawandel, humanitäre Katastrophen, unkontrollierte und irreguläre Migration, hybride Kriegsführung oder Angriffe im Cyberraum, diese acht Schwerpunkte seines Vortrags konnte er immer wieder mit Fakten und aktuellen Ereignissen belegen. In großen Teilen dieser Probleme gibt es gute bis weniger gute Lösungsansätze für sicherheitspolitische Bedrohungen. Das Anheben der Militärausgaben bis 2023 bis auf 1,54 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist da allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein und ermöglicht keinen Aufbau von neuen Fähigkeiten in irgendeiner Weise, schließt allerdings vorhandene Versorgungslücken. Er wünschte der RK weiterhin alles Gute und nannte die Reservisten das Rückgrat der Bundeswehr.

Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende Richard Kormann bei Rednern, Gästen und Kameraden und lud zu einem Imbiss ein, bei dem die Möglichkeit zum Gespräch und zum Gedankenaustausch bestand.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1576371/jubilaeum-der-reservistenkameradschaft-merzen#gallery&0&0&1576371

 

6. November 2018, 19:38 Uhr