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Die AWIGO informiert: Abfallgebühren werden zum 1. Januar 2018 leicht erhöht

Die Abfallgebührenbescheide ab 2018 werden leicht angepasste Zahlungen einfordern. Foto: VRD, fotolia.com.

Georgsmarienhütte. Lange wurde mit spitzem Bleistift gerechnet – nun ist das Ergebnis nach der heutigen Betriebsausschusssitzung einstimmig beschlossene Sache: Turnusgemäß wird zum 1. Januar 2018 eine neue Abfallgebührensatzung für den Landkreis Osnabrück mit einer Laufzeit von drei Jahren in Kraft treten. Im Vergleich zu den aktuellen Gebührensätzen, die seit 2015 stabil sind, erhöhen sich die Beiträge um wenige Prozentpunkte.

Zum Hintergrund: Im Auftrag des Landkreises Osnabrück ist die AWIGO für die öffentlich-rechtliche Entsorgung im Osnabrücker Land zuständig. In den vergangenen Monaten hat die Abfallwirtschaftsgesellschaft entsprechend der Regelungen der Verordnung über die Preise bei öffentlichen Aufträgen (VO PR 30/53) Leistungsentgelte kalkuliert. Diese sogenannten Selbstkostenfestpreise sind für die nächsten drei Geschäftsjahre gültig und geben Aufschluss über die voraussichtlichen Kosten für die öffentlich-rechtliche Abfallentsorgung von Anfang 2018 bis Ende 2020.

Bei der Kalkulation wurde die AWIGO von einer externen Unternehmensberatung begleitet, die das Zahlenwerk auch auf Angemessenheit überprüft hat. Die Selbstkostenfestpreise bilden die Basis für die dreijährige Gebührenkalkulation, die nun vom Betriebsausschuss des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft abgesegnet wurde. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt in der Kreistagssitzung am 18. Dezember.

Nachdem die Abfallgebühren innerhalb der vergangenen drei Jahre stabil blieben, erfolgt jetzt eine leichte Erhöhung. Was ändert sich konkret? AWIGO-Geschäftsführer Christian Niehaves erklärt dazu: „Die Veränderungen der jeweiligen Abgaben ergeben sich in Abhängigkeit von der Größe der benutzten Abfallbehälter.“

Beispiel: Ein-Personen-Haushalt: Mit 120-Liter-Behältnis für Restmüll und 60-Liter-Tonne für Bioabfall ergeben sich Mehrkosten von 12,12 Euro im Jahr bzw. 1,01 Euro im Monat. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 6,8 Prozent. Beispiel Vier-Personen-Haushalt: Mit 240-Liter-Behältnis für Restmüll sowie 60-Liter-Volumen für Bioabfall lässt sich eine Steigerung in Höhe von jährlich 14,28 Euro bzw. monatlich 1,19 Euro feststellen, umgerechnet also eine Gebührenerhöhung um 5,9 Prozent.

Warum die Erhöhung notwendig wird, erläutert Niehaves folgendermaßen: „Der entscheidende Grund ist, dass wir in der vergangenen Gebührenperiode von 2015 bis 2017 Überschüsse aus den Vorjahren in Höhe von 2,4 Mio. Euro gemäß den Vorschriften des Gesetzgebers abbauen mussten. Wir haben in der letzten Kalkulation also bewusst Defizite eingeplant. Nun ist die Rücklage aufgezehrt, die Abfallgebühren werden also nicht länger durch Überschüsse gestützt.“ Darüber hinaus sorgten die Preisgleitklauseln in wesentlichen Lieferantenverträgen für branchenübliche Kostensteigerungen. Jedoch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass die erfolgte Kalkulation auf drei Jahre angelegt sei und die Gebühren somit bis Ende 2020 konstant blieben.

All diejenigen, die nicht bis zum Erhalt des neuen Gebührenbescheids im Januar 2018 warten und ihre zukünftige Abgabenbelastung bereits vorab ermitteln möchten, können die neue Gebührentabelle auf der AWIGO-Webseite (www.awigo.de) ab sofort herunterladen. Darüber hinaus steht für alle Rückfragen und weitere Informationen das AWIGO-Service Center unter der Telefonnummer (0 54 01) 36 55 55 gerne zur Verfügung.

 

 
Die Tabelle zeigt die zu erwartende Gebührenhöhe und ihre einzelnen Bestandteile für die Mustergebührenhaushalte von ein bis zwölf Personen mit oder ohne Biotonne. Grafik: AWIGO.