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Ursula Zimmermann ausgezeichnet - "Frontfrau fürs Soziale“ hört auf

Der "Frontfrau fürs Soziale“ überreichten Uwe Hummert (links) und Bürgermeister Gregor Schröder im Merzener Pfarrheim als Dankeschön ein Präsent und einen Blumenstrauß. Ursula Zimmermann hat viel für die Seniorenarbeit in der Gemeinde Merzen geleistet. Was lag da also näher, als der „Frontfrau fürs Soziale“, wie Bürgermeister Gregor Schröder sie so oft betitelte, bei einem Treffen der älteren Merzener Bürger zu ehren.
Foto: Josef Pohl

Merzen. Ursula Zimmermann habe für die Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten viel geleistet, habe die Initiative ergriffen und Sachen ins Leben gerufen. Schröder erinnerte sich während der Ehrung im Merzener Pfarrheim dabei auch an das Seifenkistenrennen zur Kirmes, das auf ihren Anstoß hin eingerichtet worden sei.

Aber es gab noch viele Aktivitäten in der Gemeinde, die von Ursula Zimmermann angestoßen wurden. Gründung einer Caritasgruppe, die ersten Seniorennachmittage, das Pfarrfest 1975 für das Aussätzigenhilfswerk – als „Zugereiste“, die vor gut 52 Jahren nach Merzen kam, brachte sich Ursula Zimmermann schon früh für die Gemeinde und die Gemeinschaft ein. Und als dann in den 1990er-Jahren die Aussiedler aus den GUS-Staaten in Merzen eine neue Heimat fanden, machte sie sich zusammen mit Agnes Herde-mann daran, für die bessere Integration einen Jugendtreff im Pfarrheim aufzubauen.

Eine Herzensangelegenheit waren und sind der mittlerweile 80-Jährigen aber besonders Aktivitäten für die älteren Mitbürger, wie Bürgermeister Schröder noch einmal bei der Ehrung verdeutlichte. Der Seniorenkreis „60 plus/minus“ geht auf ihre Initiative zurück und wendet sich etwas mehr an die aktiveren Rentner. Vor mehr als 15 Jahren habe sie den Anstoß gegeben, auch etwas für die jüngeren Alten in der Gemeinde zu tun. Hatten zuvor Haushalt, vier Kinder und die Mitarbeit in der Praxis des Ehemannes im Vordergrund gestanden, so nutzte Ursula Zimmermann ihr Rentnerdasein für die Allgemeinheit und engagierte sich zudem in der Kommunalpolitik. Jeden zweiten Mittwoch im Monat habe es seitdem Halbtagesfahrten oder andere Aktivitäten gegeben. Deren Vorbereitung sei überaus zeitaufwendig, so der Bürgermeister.

Und für die älteren Mitbürger hat die Seniorin zudem noch einen Spiel- und Klönnachmittag ins Leben gerufen – jeden dritten Donnerstag im Monat im Merzener Rathaus. Und als die „Kleinen Hilfen“ in Merzen eingeführt wurden, war Ursula Zimmermann natürlich ebenfalls zur Stelle.

Nunmehr hat die „Frontfrau fürs Soziale“ ihre Aufgabe an jüngere Kräfte abgegeben. Die Spielenachmittage laufen ab dem 18. Januar unter Regie der „Kleinen Hilfen“ im Franziskus-Haus. Dort wird bereits am 10. Januar von den „Senioren 60 plus/minus“ Rückschau gehalten, und die Ziele für die Fahrten werden festgelegt.

Für ihr langjähriges ehrenamtliche Engagement dankte nicht nur der Bürgermeister, sondern auch Uwe Hummert vom Büro für Jugend, Ehrenamt und Senioren der Samtgemeinde. Als Präsent gab es neben dem obligatorischen Blumenstrauß auch einen Gutschein für einen „Kuschel-Aufenthalt“ in Bad Oeynhausen mit Besuch des GOP-Varietés.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/epaper/read/23392/24738/14/1/1

 

2. Januar 2018, 11:52 Uhr