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Merzener erwarten wieder Jugendliche aus Japan

Gäste aus dem Land der aufgehenden Sonne besuchen Anfang August die Gemeinde Merzen. Erneut ist der Sportverein Blau-Weiß Merzen Gastgeber des deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches. Es ist das vierte Treffen.

Bernd Kunz ist schon ganz gespannt auf den Besuch aus Fernost. Der Merzener organisiert seit vielen Jahren die Treffen zwischen Deutschen und Japanern und ist selbst schon im Land des Lächelns zu Gast gewesen. Zuletzt war er im Sommer 2015 in Japan, damals begleitete er als einer von zwei Gruppenleitern die deutsche Delegation, die am 42. Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausch teilnahm. Unter den insgesamt 135 Teilnehmern aus ganz Deutschland waren auch vier Jugendliche aus dem Altkreis Bersenbrück.

44. Auflage des Austausches

Inzwischen steht der 44. Sportleraustausch an, der im kommenden Sommer geplant ist. Die Vorbereitungen hinter den Kulissen laufen bereits. Das Ziel ist wieder klar formuliert: Über den Sport sollen die Beziehungen der beiden Länder gefestigt werden. Die Teilnehmer sollen die Kultur und Lebensweise des jeweils anderen Landes kennenlernen. „Sie sollen mehr erfahren als das, was an Klischees vermittelt wird“, sagt Kunz. Davon gibt es auch in Deutschland eine ganze Menge: „So lernen die japanischen Gäste, dass es außer dem Schloss Neuschwanstein auch noch andere schöne Orte gibt und dass Bier und Sauerkraut nicht täglich konsumiert werden“, schmunzelt er.

Gegenseitiges Kennenlernen

Wenn die Gäste aus Japan wieder nach Deutschland kommen, wird immer versucht, die Jugendlichen, Gruppenleiter und Dolmetscher einzeln in Familien unterzubringen. Das hat in den vergangenen Jahren auch in Merzen immer wieder gut geklappt, resümiert Bernd Kunz. Er hofft, dass im Sommer zwischen acht und zehn Teilnehmer nach Deutschland kommen. Dass es im vergangenen Jahr nur vier Jugendliche waren, dafür hat er eine Erklärung: „Anders als die deutschen Teilnehmer, die nach Japan reisen, müssen die Japaner eine lange Junior-Leader-Ausbildung (Jugendtrainer/Betreuer) machen, dann noch fast drei Wochen von Schule und Ausbildung befreit werden und natürlich das Finanzielle, was so eine Reise trotz Zuschüssen kostet, stemmen.“ Das Programm Anfang August, wenn die japanischen Gäste wieder einige Tage in Merzen verbringen, soll „abwechslungsreich, interessant und deutsch sein“. Die Gastgeber sollen so oft es geht an den Veranstaltungen teilnehmen und auch den japanischen Lebensstil kennenlernen.

Merzen sagt: Willkommen, Japan!

„Die Erfahrung zeigt, dass jeder ganz viel mitnehmen und auch ganz viel geben kann“, so Kunz. Er freut sich, dass der Name Merzen und der Sportverein Blau-Weiß Merzen in vielen Orten der Region Kinki in Japan bekannt sind. „Beide werden wieder tolle Gastgeber sein“, sagt er. Na, dann: „Yokoso, Japan“.

 

Artikel und Foto von Christian Geers
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/857762/merzener-erwarten-wieder-jugendliche-aus-japan
 
28. Februar 2017, 15:59 Uhr